Systemintegration - Ulm - Baden-Württemberg - Deutschland

Systemintegration Ulm

Systemintegration ulm - professionell und effektiv!
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Ulm, Baden-Württemberg, Deutschland

Ulm

Land: Deutschland
Bundesland: Baden-Württemberg
Landkreis: Stadtkreis
Fläche (km²): 118,00
Höhe (m ü. NN): 459,0
Einwohner: 121
Einwohner pro km²: 1.019
KFZ-Kennzeichen: UL
Postleitzahlen: 89073–89081
Vorwahlen: 0731, 07304, 07305, 07346
Adresse der Verwaltung: Marktplatz 1 89073 Ulm
Website: http://www.ulm.de

Ulm ist eine Universitätsstadt in Baden-Württemberg und liegt an der Donau, am südöstlichen Rand der Schwäbischen Alb. Die Stadt hat über 120.000 Einwohner, bildet einen eigenen Stadtkreis und ist darüber hinaus Sitz des Landratsamtes des Alb-Donau-Kreises. Nächste größere Städte sind Augsburg und München im Südosten, etwa 70 km beziehungsweise 130 km entfernt, und Stuttgart im Nordwesten, etwa 90 km entfernt.



Geographische Lage

Die Stadt Ulm liegt auf einer mittleren Höhe von 479 m ü. NN (Messpunkt: Rathaus). Das Stadtgebiet ist geographisch reich gegliedert und reicht von 459 m ü. NN (Donauufer) bis 646 m ü. NN (Klingensteiner Wald). Das historische Stadtzentrum liegt ungefähr zwei Kilometer unterhalb (östlich) der Einmündung der Iller an der Mündung der Blau in die Donau am südlichen Rand der Ulmer Alb (Teil der mittleren Flächenalb) und der Hochfläche des durch das ehemalige Tal der Urdonau (Blau-, Ach- und Schmiechtal) hiervon nach Süden abgetrennten, sogenannten „Hochsträß“. Die durch kleinere oder größere Täler voneinander abgetrennten Erhebungen von Hochsträß und Alb (von West über Nord nach Ost: Galgenberg, Kuhberg, Roter Berg (Hochsträß), Eselsberg, Kienlesberg, Michelsberg, Safranberg (Ulmer Alb)) umgeben im Westen, Norden und Osten das Stadtzentrum. Im Süden wird dieses durch den Lauf der Donau begrenzt. Das Stadtgebiet Ulms erstreckt sich größtenteils nördlich der Donau, die hier für einige Kilometer die Landesgrenze zwischen den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern, mit der auf dem südlichen Donauufer gelegenen, bayerischen Schwesterstadt Neu-Ulm bildet. Im Westen, Norden und Osten greift das Stadtgebiet mit den Teilorten Harthausen, Grimmelfingen, Einsingen, Ermingen, Allewind und Eggingen auf die Hochflächen des Hochsträß, mit Lehr, Mähringen und Jungingen auf die Hochflächen der Ulmer Alb aus. Westlich des Stadtzentrums liegt der Teilort Söflingen südlich der Blau am Rande des Hochsträß. Der Teilort Böfingen schließt nordöstlich an das Stadtzentrum an und liegt an den Hängen der Alb nördlich der Donau. Lediglich oberhalb der Mündung der Iller in die Donau greift das Stadtgebiet Ulms mit den Stadtteilen Wiblingen, Gögglingen, Donaustetten und Unterweiler auf die südwestlich von Donau und Iller gelegenen Flussauen und Schwemmterrassen der Donau und Iller aus.
 

Städtische Geschichte

Vor 1200

Im frühen Mittelalter, wohl um 850, wurde Ulm zur Königspfalz. Die erste urkundliche Erwähnung datiert vom 22. Juli 854. König Ludwig der Deutsche besiegelte eine Urkunde in „Hulma“. Der Name ist ein germanischer oder vorgermanischer Gewässername (indogermanische Wurzel *uel: drehen, winden, wälzen oder *el-/*ol-: fließen, strömen, feucht sein, modrig sein), der auf einen Zusammenhang mit der Mündung der Blau in die Donau deutet. Ulm war in den nächsten 50 Jahren ein wichtiger Pfalzort, was sich in den zahlreichen Königsbesuchen widerspiegelt.

Unter den Staufern wurde die Ulmer Pfalz ab 1140 wieder aufgebaut und im Gefolge wurde die Siedlung weiter ausgebaut. Rund 100 Jahre später scheint Ulm komplett befestigt gewesen zu sein, da es einer Belagerung des Gegenkönigs Heinrich Raspe standhalten konnte. Ulm entwickelte sich zu einem der Herrschaftsschwerpunkte der Stauferkönige und -kaiser. Zur Verfassungsentwicklung in der Frühphase Ulms ist wenig überliefert. „Eine Urkunde über die Erhebung Ulms zur Stadt ist nicht überliefert“. Die Stadtwerdung scheint seit dem 11. Jahrhundert etappenweise stattgefunden zu haben, ohne jedoch schriftliche Überlieferungen zu hinterlassen. Die Verleihung Esslinger Stadtrechts durch Rudolf von Habsburg 1274 war wohl mehr „eine Verlegenheitslösung, um eineLücke auszufüllen“.

Mit dem Ende der staufischen Herrschaft gelang es Ulm eine Königsstadt zu bleiben, was möglicherweise daran lag, dass die die Reichsvogtei innehabenden Linien der Grafen von Dillingen fast gleichzeitig ausstarben und Graf Ulrich von Württemberg als neuer Vogteiinhaber keine Ambitionen bezüglich Ulm hatte. Ende des 13. Jahrhunderts ist ein städtischer Ammann fassbar, der jährlich von den Bürgern gewählt wurde.

Der Große Schwörbrief, die Ulmer Verfassung, trat 1397 in Kraft, nachdem der Kompromiss des Kleinen Schwörbriefs „immer unbefriedigender wurde“. Er regelte die Machtverteilung und die Aufgaben des Bürgermeisters. Die Zünfte hatten nun 30, die Patrizier nur noch 10 Ratssitze. Gleichzeitig wurde den Patriziern das aktive Wahlrecht verweigert. Der Bürgermeister musste den Einwohnern Rechenschaft ablegen. Der Schwörmontag (vorletzter Montag im Juli) ist seither ein Ulmer Feiertag.
 
 
1500 bis 1800

Ihren wirtschaftlichen wie kulturellen Höhepunkt erreichte die Stadtentwicklung um 1500: Ulm besaß das nach Nürnberg zweitgrößte reichsstädtische Territorium auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland. Kunstwerke aus Ulmer Produktion (vor allem aufwändig gestaltete Skulpturen und Flügelaltäre) wurden weit über die Stadtgrenzen hinaus zu „Exportschlagern“ und bis nach Wien, Sterzing (Südtirol) und die Niederlande gehandelt. .

Mit der Gründung des Schwäbischen Reichskreises als einem von insgesamt 10 Reichskreisen mit denen Kaiser Maximilian I. 1500 bzw. 1512 die Verwaltung des Heiligen Römischen Reiches neu ordnete, gelang es Ulm nochmals an seine Vormachtstellung unter den schwäbischen Städten und Reichsständen anzuknüpfen. Die Stadt wurde zum Haupt- und Versammlungsort des neuentstandenen schwäbischen Reichskreises. Die Reichskreistage (d. h. die beschlussfassenden Versammlungen der im schwäbischen Reichskreis zusammengeschlossenen Reichsstände) fanden bis zum Ende der Reichsstadtzeit im gotischen Rathaus statt. Als Ausweichquartier für die städtische Verwaltung während der Reichskreistage, wurde zwischen 1583 und 1593 von Hans Fischer und Matthäus Gaiser der Neue Bau im Stil der Ulmer Spätrenaissance errichtet. Er diente als Mehrzweckgebäude gleichzeitig als Rat- und Schwörhaus, Gerichtssaal, Gefängnis, und städtisches Lager für Salz, Wein und Korn.

Ab 1694 unterhielt der schwäbische Reichskreis ein ständiges stehendes Heer, dessen Verwaltung und Materialbestände zu großen Teilen im Ulmer Zeughaus untergebracht
 
1800 bis 1945 Die Neuordnung Europas durch Napoleon wirkte sich auch in Ulm aus. 1802, noch vor der Verkündung des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803, verlor die Stadt ihre Unabhängigkeit und wurde dem Kurfürstentum Bayern eingegliedert. Anknüpfend an Ulms führende Rolle innerhalb des aufgelösten schwäbischen Reichskreises wurde Ulm Sitz der Landesdirektion der „Baierischen Provinz Schwaben“ (Vorgänger der heutigen Regierung von Schwaben). Am 14. Oktober 1805 fand nahe Ulm bei Elchingen eine entscheidende Schlacht der napoleonischen Kriege statt (Schlacht von Elchingen). Nachdem Marschall Ney die Österreicher vernichtend geschlagen hatte, zogen sich diese nach Ulm zurück, wo sie belagert wurden und kurz darauf kapitulierten. Damit war für Napoleon der Weg nach Osten frei für die Entscheidungsschlacht gegen die Russen und Österreicher bei Austerlitz. 1810 gelangte Ulm durch einen bayerisch-württembergischen Gebietsaustausch an das Königreich Württemberg. Für Ulm hatte der Übergang an Württemberg schwerwiegende und bis heute andauernde Folgen. Der größte Teil des vormaligen Ulmer Territoriums jenseits der Donau blieb bayerisch und bildete den Grundstock der künftigen Stadt Neu-Ulm. Ulm war damit Grenzstadt geworden.

1800 bis 1945

1819 wurde Ulm Sitz des württembergischen Donaukreises (etwa einem Regierungsbezirk vergleichbar). Mit der Eröffnung der „Schwäbischen Eisenbahn“ von Stuttgart über Ulm nach Friedrichshafen am 1. Juni 1850 und dem Neu- und Wiederbeginn von zwei Großbaustellen, erwachte das Provinznest mit 12.000 Einwohnern wieder zu neuem Leben: Durch die Errichtung der Bundesfestung mit 41 Festungswerken um Ulm und Neu-Ulm herum, sowie die Vollendung des Münsters, welches dann von 1885 an den bis heute höchsten Kirchturm der Welt erhielt (die Einweihung des neuen Westturms war am 31. Mai 1890) und bis 1889, als es vom Eiffelturm abgelöst wurde, das höchste Gebäude der Welt war, zog wieder der Wohlstand ein.

1913 zählte die Stadt bereits 60.000 Einwohner, davon rund 10.000 Soldaten, da das Militär in Ulm eine lange Tradition hat. Ulm war praktisch von Anfang an Objekt verschiedener Begierden, die mit kriegerischen Mitteln verfolgt wurden, war Jahrhunderte hindurch auch Garnisonsstadt, wurde aber jetzt im Zuge der Industrialisierung ein Standort bedeutender Unternehmen: Magirus, Wieland und Kässbohrer trugen den Namen der Stadt in die Welt. Während der Weltwirtschaftskrise gab es um 1931 eine eigene Regionalwährung, das Markengeld Wära. Zwischen den Weltkriegen blieb es ruhig um Ulm.

1942 bildete eine Gruppe Abiturienten den Ulmer Ableger der bekannten Münchner Widerstandsgruppe Weiße Rose, in welcher die beiden Ulmer Hans und Sophie Scholl aktiv waren. 1943 wurden die beiden Gruppen gefasst und teils zum Tode, teils zu Gefängnisstrafen verurteilt. Ende 1944 begannen die schweren Bombardierungen von Ulm. Nach dem Großangriff am 17. Dezember 1944 waren 81 % der Altstadt zerstört, das Münster jedoch blieb – dank raschen Eingreifens des Luftschutzes – verschont.

1945 bis Heute

Die zu großen Teilen zerstörte Innenstadt Ulms wurde in den Jahrzehnten nach Kriegsende wieder aufgebaut. Die Frage, ob der Wiederaufbau historisch oder modern erfolgen sollte, führte zu heftigen Auseinandersetzungen. Der größte Teil der Stadt wurde im Stil der Fünfziger- und Sechzigerjahre wiederaufgebaut; um große Verkehrsprojekte wie die „Neue Straße“ als Ost-West-Magistrale zu verwirklichen, wurde sogar noch erhaltene historische Bausubstanz geopfert.

1953 begann die Geschichte der für die Fünfziger- und Sechzigerjahre stilbildenden, inzwischen aber wieder geschlossenen Hochschule für Gestaltung. Eine Ingenieurschule eröffnete 1960 ihren Lehrbetrieb und ging 1972 in der Fachhochschule für Wirtschaft und Technik auf. Ein wichtiger Impuls für die Stadt war die Gründung der Universität Ulm (1967), der 1982 das aus bisher städtischen Kliniken gebildete Universitätsklinikum angeschlossen wurde.