Mit einer symbolischen Übergabe hat der Präsident des Bundesamtes für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr, Wolfgang Stolp, die Auslieferung der ersten Anteile des Führungsinformationssystems Streitkräfte an das Kommando Operative Führung Eingreifkräfte abgeschlossen.
Das streitkräftegemeinsame Führungsinformationssystem (FüInfoSysSK) ist ein wesentlicher Baustein in der Transformation der Bundeswehr. Es ist das maßgebliche System zur Führungsunterstützung netzwerkbasierter Operationen und Träger des streitkräftegemeinsamen Einsatzlagebildes der Bundeswehr. Das FüInfoSysSK wird als verteiltes System aus autonomen,
miteinander vernetzten Komponenten realisiert. Mit der Übergabe von zwei ortsfesten und einer verlegefähigen Komponente durch das Bundesamtes für Informationsmanagement und Informationstechnik (ITAmtBw) an das Kommando Operative Führung Eingreifkräfte (KdoOpFüEingrKr) in Ulm wurde der bisher wichtigste Meilenstein bei der Einführung des FüInfoSysSK erreicht. Das Kommando hat diese Ausstattung zusammen mit drei weiteren verlegefähigen FüInfoSysSKKomponenten der Führungsunterstützungsbataillone bereits erfolgreich während der Übung EUROPEAN ENDEAVOR 2006 eingesetzt. Diese war Voraussetzung für die Zertifizierung des KdoOpFüEingrKr für einen Einsatz als Force Headquarters im Rahmen der EU Battle Group im ersten Halbjahr 2007.
Die ITAusstattung mit insgesamt sechs Komponenten für bis zu 310 Nutzer sorgte dafür, dass gleichzeitig zwei Informationsräume mit verschiedenen Geheimhaltungsgraden (GEHEIM / NATO SECRET und SECRET UE) und das sogenannte "Homebase-Konzept" abgedeckt werden konnten. Unter dem Homebase- Konzept versteht man die Aufteilung des Gefechtsstandes in Anteile im Heimatland und im Einsatzgebiet, um möglichst wenig Material und Personal in das Einsatzland verbringen zu müssen ("Move Information,
not people").
Die Ausstattung des KdoOpFüEingrKr sowie weiterer Kommandos und Ämter der Bundeswehr mit dem FüInfoSysSK wird in 2007 fortgesetzt, mit dem Ziel, Anfang 2008 etwa 1.300 Nutzer in einem für die Verarbeitung von eingestuften Informationen geeigneten Systemverbund
zusammenzuschließen. Ziel sind deutliche Funktionserweiterungen, die Verbesserung der Interoperabilität und die Optimierung des derzeitigen Systems.
BAKO hat im wesentlichen zum Erfolg dieses Projekts beigetragen. Näheres erfahren Sie in unserem Bereich "Mobile Systeme".


